Die Scheidenflora ändert sich im Laufe des Lebens einer Frau und ist direkt mit dem Östrogenspiegel verknüpft. 

Unter dem Einfluss von Östrogenen erhöht sich die Glykogen-Produktion in den Zellen der Scheide.

  1. Glykogen beeinflusst die Dicke der Scheidenwand, die als Barriere vor pathogenen Keimen schützt. 

  2. Glykogen ist eine Energiequelle für die Laktobazillen, die es in Milchsäure verwandeln und so für einen leicht sauren pH-Wert in der Scheide sorgen (pH 4-4,5).

Ändert sich im Laufe des Lebens einer Frau

Die Scheidenflora

Wird aufgrund von 3 Bestandteilen aufrechterhalten
Cette image décrit le mécanisme d'action du maintient de l'équilibre de la flore vaginale
Während der Kindheit
Während der Kindheit

ist der pH-Wert in der Scheide praktisch neutral.

In der Pubertät
In der Pubertät

wird die Scheidenumgebung unter dem Einfluss von Östrogenen leicht sauer.

Während der Menstruation steigt
Während der Menstruation steigt

der pH-Wert aufgrund des Östrogenabfalls leicht an.

Während der Schwangerschaft
Während der Schwangerschaft

wird der pH-Wert in der Scheide saurer.

In der Menopause
In der Menopause

führt der Östrogenmangel zu einem Abfall des Glykogenspiegels und zu einer Scheidenatrophie. Die pathogenen Keime dringen daher leichter in die Scheide ein und der pH-Wert in der Scheide steigt.

3 endogene Bestandteile wirken synergetisch, um das Gleichgewicht der Scheidenflora aufrechtzuerhalten. 

Das von den Zellen der Scheide unter Östrogeneinfluss produzierte Glykogen dient als Energiquelle für die Laktobazillen, die es in Milchsäure umwandeln.  

  • Das Glykogen spendet Feuchtigkeit und hält Elastizität und Richtungsreiz der Scheidenwände aufrecht.

  • Die Laktobazillen bilden einen schützenden Biofilm und greifen die pathogenen Stämme an. 

  • Die Milchsäure sorgt für einen optimalen pH-Wert in der Scheide und hemmt die pathogenen Stämme.